Unverhofft

bin ich heute darüber gestolpert …

bei meiner Suche nach Flaschennachschub. Nein, nicht wirklich über obige Flasche, dieses Foto habe ich im Mai gemacht, weil mir das Blau der Scherben so gut gefiel …

Doch heute habe ich im Keller gestöbert, weil dort ein ganzes Arsenal an Flaschen unterschiedlicher Größe vorhanden ist. Weil ich darin meinen selbst produzierten Holundersirup aufbewahre. Und im Keller bin ich unverhofft gestolpert – über eine ganze Kiste voller Flaschen. Genau die, die auf dem Foto zu Bruch gegangen ist.

Ich hatte das völlig verdrängt, dass ich davon eine ganze Kiste besitze. Weil sie mit einer unseligen Anekdote verknüpft ist. Ich wollte meinem Besuch damals etwas Gutes tun und eine Kiste typisch norddeutsches Bier kaufen. Nun ja, es war eine Kiste – nur kein Bier. Da habe ich mich beim Kauf wohl auch von der schönen blauen Farbe ablenken lassen. Das Getränk ist nämlich Radler und nicht jedermanns Geschmack.  Dieses Missgeschick wird mir wohl noch ewig als “running gag” vorgehalten werden *seufz*.

Falsch gedacht …

Theorie und Praxis – ich muss ja noch soooooo viel lernen. Aber es macht Spaß! Gestern habe ich mir noch schnell die Vorhersage für den heutigen Tag mit Wind, Wellenhöhe und -folge sowie die Gezeiten angeschaut. Perfekt – dachte ich.

Screenshot wisuki.com

Die ersten 3 Flaschen habe ich also heute Morgen um 8:42 Uhr am Strand von Bjerregard ausgesetzt.

Ich bin so weit wie möglich an die Wasserkante gelaufen und habe jede Flasche so weit ich konnte hineingeworfen … Die Ebbe hat bereits eingesetzt und wird sie mitnehmen nach draußen. So falsch habe ich gedacht …

Da die Flaschen leicht sind und eher vom Wind verdriftet werden – der genau aus Westen kam, waren die Flaschen schneller wieder am Strand, als ich gucken konnte. Wie oft ich hin und her spaziert bin und jede Flasche wieder zurück ins Meer geworfen habe – ich weiß es nicht mehr. Irgendwann musste es gut sein. Vielleicht versanden die kleinen Flaschen auch – wir werden sehen. Jedenfalls liegen sie alle ziemlich dicht zusammen. Und genau so hatte ich mir das nicht gedacht. So schließe ich daraus, dass es eigentlich keine Rolle spielt, ob ich sie am Strand bei Ebbe oder Flut reinwerfe.

Aufmerksame Beobachter haben bestimmt schon gesehen, dass es 2 kleine und 1 große Flasche waren. Nanu? Also 6 ist nicht meine Zahl, aber 7 ist meine Glückszahl ;-) So habe ich noch meine Smoothie-Flasche “geopfert”, um auf die Summe 7 zu kommen. So einfach ist das. Die Nummern der Flaschen habe ich übrigens doch noch auf die Reihe gekriegt. Bis auf eine Zahl waren alle halbwegs noch entziffer- oder deutbar. Und die nicht lesbare musste ja in die Zahlenlücke passen :-)

Das zweite Aussetzen fand heute Mittag um 12:50 Uhr in Nymindegab am Strand statt.

Ich hatte auf der Heimfahrt dort extra die Pause eingelegt. Grund: Bjerregard liegt in Westjütland und Nymindegab ist genau die Grenze, dort beginnt Süddänemark. So habe ich Flaschenposten in zwei unterschiedlichen Landesteilen von Dänemark auf die Reise geschickt ;-)

Es war aufregend, kribbelig. Vor allem auch zu schauen, dass möglichst niemand die Aktion mitkriegt. Und nun bin ich gespannt, ob ich Rückmeldung erhalte und welche Flaschenpost gefunden wird. Ich freue mich so sehr!

Was tun?!

… wenn keine Vaseline zur Hand ist, um die Schraubverschlüsse einzufetten? Der Tipp mit der Vaseline stammt natürlich von Peter, der einen ausführlichen Beitrag dazu geschrieben hat, wie man eine Flaschenpost richtig gestaltet:

Die Kunst, eine Flaschenpost zu gestalten

Statt Vaseline … der erste Gedanke war “Butter”, doch nachdem ich einen Lippenpflegestift in meinem Kulturbeutel gefunden hatte, verwarf ich diesen Gedanken ganz schnell. Diese Stifte enthalten gehärtetes Fett, das ist zum Einreiben der Schraubverschlüsse wesentlich besser. Alternativ hätte ich vielleicht noch nach dem Haarwachs gegriffen … ;-)

Sie sind also fertig, die Buddeln:

In die hellen Flaschen habe ich ein grünes Meerglas gegeben, in die grünen Flaschen ein weißes. Morgen gehen sie auf die Reise – allerdings nicht alle vom selben Standort. Und genau da liegt mein Fehler: Ich weiß nicht mehr, welche Nummer in welcher Flasche enthalten ist.

Das wäre nämlich für später interessant, falls sie wirklich gefunden werden. Dann könnte ich ein bisschen nachverfolgen, wie weit sie wirklich gekommen sind. Shit happens … Was aber meiner Freude, morgen meine ersten Flaschenposten auszusetzen, überhaupt keinen Abbruch tut  ;-)

Mist!

Unter Zeitdruck passieren Fehler … für Flaschenposten muss man sich einfach Zeit und Ruhe nehmen. Genau die habe ich nicht gehabt, deswegen haben sich bei den ersten Exemplaren Fehler eingeschlichen. Davon später mehr.

Genau dieser Zeitdruck hat mich bisher immer davon abgehalten, überhaupt eine Flaschenpost zu erstellen. Obwohl ich schon lange damit geliebäugelt habe. Doch ich wollte etwas Schönes basteln, etwas mit Herzblut und Charme. Dafür brauche ich einfach Ruhe, damit ich mich ganz und gar darauf einlassen kann.

Da es mit meinem Urlaub hier in Dänemark nun ein relativ abruptes Ende findet, musste ich die Serie der Flaschenposten sehr schnell basteln. Und nun, wo sie fertig sind … ach menno!

Gut, aus Fehlern lernt man wahrscheinlich am besten ;-)

Alles im Eimer

zum Einweichen der Etiketten, bevor das Abkratzen derselben losgeht. Krabbenpulen kann nicht schwieriger sein. Habe das zwar noch nie gemacht, doch ich fluche hier über den hartnäckigen Klebstoff. Millimeterweise mit dem Klingenrücken eines Kartoffelmessers schabe ich den Kleber runter. Das Papier der Etiketten war ein Kinderspiel.

Die ersten 3 Flaschen stehen kopfüber zum Austrocknen. Tja, ich muss gestehen, dass ich den Inhalt der Flaschen weggeschüttet habe. Frevel! Einmal Sodbrennen war wieder genug …

Demnächst mache ich es anders: Am Kauf schöner Flaschen soll es nicht scheitern und ich werde damit anderen Menschen eine Freude machen. Mit dem Inhalt. Werde treuherzig hinzufügen, dass auf den Flaschen Genusspfand drauf ist … Wiedersehen macht Freu(n)de!  :-)

Ich werde zum Weintrinker

… obwohl ich Wein nicht mag, weil er mir Sodbrennen verursacht. Aber was tut man nicht alles für eine Idee, die einen beflügelt? Zum Glück ist das nur eine kurzfristige Episode für die nächsten Tage. Langfristig gesehen habe ich da andere Lösungsmöglichkeiten im Sinn, um an leere Flaschen zu kommen.

Ich brauche für meine Idee kleine Glasflaschen, Inhalt 25 cl. Tja, da wurde ich im Supermarkt im Weinregal fündig. 6 Flaschen wanderten in den Einkaufswagen. 2x Weißwein, 2x Rosé, 2x Rotwein, Preisklasse günstig.

Und zugegeben, so schlecht schmeckt der Wein gar nicht mal. Die erste geleerte Flasche habe ich eben in einen gefüllten Wassereimer gestellt. Die anderen werden in den nächsten Tagen folgen.