Fundmeldung!

Buddel Nr. 150 wurde auf Ameland gefunden! Die Fundmeldung erreichte mich am 09.07. per Mail. Ein ganz toller Brief von der 12-jährigen J., ich freue mich sehr darüber! Auch wenn die Finderin eigentlich ihre Großmutter war, die meine Flaschenpost am Strand hinter der “Engelsmanduin” gefunden hat. Und sie hat sogar schon mal eine Flaschenpost gefunden. Herzlichen Dank für die super liebe Fundmeldung!

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA), www.openstreetmap.org/copyright

Fundmeldung!

Eine lange Reise hat Buddel Nr. 148 hinter sich: Sie wurde von einer Gruppe junger Erwachsener auf der dänischen Insel Rømø gefunden! Welch ein Glück, dass die jungen Leute so ein wachsames Auge hatten, die Flaschenpost als solche beim Müllsammeln auszumachen. :-) Ganz, ganz herzlichen Dank für die super nette Fundmeldung!

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA), www.openstreetmap.org/copyright

Abschiedsgeschenke

Die letzte Runde für dieses Mal …

Wird uns fehlen … Um den Abschied zu versüßen, hat mir die Nordsee noch einige schöne Meerglasscherben vor die Füße gelegt. Hatte ich doch nicht so viel Glück in den letzten Tagen bei der Suche. Und heute hat sie mir welche ganz auffällig präsentiert – sehr schöne unterschiedliche Grüntöne und eine kleine hellblaue Scherbe. Dankeschön!

Nix Genaues weiß man nicht …

bei diesem Flaschenpost-Bingo. Heute also ein letzter Versuch mit der letzten Buddel aus der Frühlingsserie: Hopp oder topp! Zunächst mal Buddel Nr. 154 in Prielwasser eingeweicht …

Dann ungefähr die Abwurfstelle von gestern angepeilt knapp neben einer Buhne, wo es augenscheinlich ein klitzekleines bisschen ruhiger zugeht in der großen Waschmaschine. Nach dem Einweichen also zur Hauptwäsche eingeworfen, doch die war sehr kurz … Der Schleudergang hat sie wieder zurück auf den Strand geworfen.

Also nochmal von vorn … Das Einweichen sparen wir uns, direktes Anwählen des Hauptwaschgangs.

Und sie drehte und drehte und drehte … und kam nicht von der Stelle. Wenigstens war sie so weit vom Strand entfernt (ca. 15 Meter), dass niemand der Spaziergänger Lust hatte, sie aus den Fluten zu fischen. Ich drehte mich ebenfalls auf der Stelle, einerseits, um Hundespielzeug durch die Luft fliegen zu lassen, andererseits um immer noch ein Auge auf meine Hauptwäsche zu werfen. Manchmal – wenn die Sonne kurz durchkam – konnte ich die Reflexion im Wasser ausmachen. Nach ca. einer halben Stunde kam dann ein bisschen Bewegung in die richtige Richtung auf – nämlich zur offenen See.

Sie schien in eine Strömung geraten zu sein, die sie hinauszog. Leider konnte ich sie bald darauf nicht mehr sehen. Bei der Bewölkung habe ich sie innerhalb der quirligen Wasseroberfläche aus den Augen verloren. Problem ist noch die nächste Sandbank (am Horizont, wo die Wellen brechen), wo sie drüber hinweg muss – bevor die Flut wieder einsetzt. Ob das klappt?! Nix Genaues weiß man nicht …

So bin ich also noch eine Stunde zwischen den Buhnen und der Wetterfront hin und her spaziert … Doch die Buddel wurde nicht mehr angespült.

Ich drücke die Daumen, dass sie es hinaus in die weite Welt schafft! Gute Reise und glückliche Finder :-)

Sehr frische Brise

aus Nord/Nord/Ost bleibt uns erhalten – und das ist auf dem Strand selbst bei Sonnenschein recht unangenehm, vor allem wegen des Flugsands. Für den Hund natürlich noch weitaus schlimmer als für mich, doch selbst ich mag mich dort nicht stundenlang aufhalten.

Heute sind wir also mal am frühen Nachmittag so gegen 14.00 Uhr hier und meine verschobene Gezeitenrechnung mit 4 Stunden Differenz zur offiziellen Gezeitentabelle haut auch nicht so ganz hin. Der Scheitelpunkt mit Ebbe ist längst überschritten und das Wasser läuft schon wieder auf. Der einzige positive Aspekt: Es ist noch ein sehr breiter nasser Randstreifen am Strand, wo der Sand nicht ganz so sehr fliegt.

Also ein weiterer Versuch für das Aussetzen von Flaschenposten, diesmal sogar 2 Buddeln: Nr. 152 ist eine kleine bauchige Flasche (verkorkt!) und Nr. 153 ein typischer “Flachmann”. Beide Flaschen sind sehr leicht. Doch der Wind wird sie fast parallel zur Küstenlinie verdriften. Die Chancen sind also mal wieder suboptimal.

Leider sind auch sehr viele Spaziergänger unterwegs, so dass ich nicht in Ruhe die See beobachten kann. Irgendwann werfe ich Buddel 152 ganz schnell ein.

Dauert nicht lange, und sie rollt in einiger Entfernung wieder auf den Strand. Es sind viele kurze Wellen, die in schneller Folge auflaufen. Nach einiger Zeit werfe ich sie wieder ein und habe sie kurz darauf aus den Augen verloren. Ungefähr 10 Minuten später werfe ich Buddel 153 ein. Kann sie noch eine Zeitlang verfolgen, doch irgendwann habe ich sie auch aus den Augen verloren. Weil ich zwischendurch auch immer von den Spaziergängern und meinem Hund (der natürlich spielen will) abgelenkt bin.

Für ca. 1 Stunde wandere ich zwischen den beiden Buhnen hin und her, wo ich die Buddeln eingeworfen habe. Sie bleiben auf See und werden nicht mehr angespült. Hoffentlich sind sie auch an der Buhne vorbeigekommen und nicht zerschellt. Das Glück sei mit ihnen für eine spannende und abenteuerliche Reise!

Zu viel Nord, zu wenig Ost

ist die Windrichtung, auch wenn die Stärke mit (mindestens) 4 bft ausreichend ist, um Windsbräute mit unangenehmen Flugsand auf dem Strand zu piesacken.

Das ist schon die erste Feststellung heute Abend auf dem Strand. Nord/Nord/Ost ist nicht gut, dann treibt die Buddel parallel zum Strand und kommt nicht raus.

Die zweite Feststellung: Die Gezeitentabellen (unterschiedliche Quellen) sind aktuell nicht brauchbar. Dasselbe wie gestern: Angesagt wäre Höchststand Flut in ca. 45 Minuten, doch das Wasser läuft gerade erst auf.

So packe ich die Buddel erstmal wieder in die Tasche und schaue mir die Entwicklung bis zum Sonnenuntergang an. Die See ist heute deutlich unruhiger. Innerhalb der nächsten 2 Stunden wird sie richtig kabbelig. Dicke Brecher donnern auf die Sandbänke und die Nordsee macht Waschtag.

Na gut, dann schauen wir uns das aus sicherer Entfernung an. Heute darf die kleine Buddel keinen Freischwimmer machen. Vielleicht morgen … Wobei ich zu den angegeben Gezeiten in der Tabelle nun einfach pi mal Daumen 4 Stunden hinzu addiere … Mal schauen, ob ich damit den richtigen Rhythmus der Tide erwische.

Überraschung …

Den Gezeitenplan hatte ich halbwegs im Kopf und war sicher, dass Höchststand der Flut um 18:44 Uhr angezeigt war. Umso erstaunter mein Blick, als wir um 18:00 Uhr auf den Strand kamen: Da waren Sandbänke zu sehen. Nanu?!? Irgendwas stimmte nicht. Das sah nach halbem Stand Ebbe aus. Bei näherer Betrachtung auf der Sandbank stellte sich heraus, dass das Wasser auflaufend war.

Überraschung für Alina: Frauchen hatte ein Ersatzspielzeug dabei. Es ist zwar nicht ihr heißgeliebter Kong, aber besser als nichts und sie war glücklich.

Was ich auch dabei hatte: Buddel Nr. 151. Geplant war noch ein Versuch, sie an diesem Abend gemeinsam mit der Sonne ins Meer eintauchen zu lassen – nach Plan ungefähr 1,5 Stunden nach Höchststand Flut.

Tja, und der Plan war hinfällig durch irgendeine Zwischentide, die für Überraschung sorgte. Bei auflaufend Wasser eine Buddel auszusetzen … nee  … Oder doch? Ach komm, ein einziger Versuch. Wenn sie zurückkommt, dann packe ich sie wieder ein.

Nächste Überraschung: Sie dümpelte parallel zum Strand auf der Höhe, wo sie nach dem Wurf gelandet war. Kein Vor, kein Zurück … einfach auf der Stelle, auch noch nach einer Viertelstunde. Na denn, gehen wir erstmal weiter. Auf dem Rückweg konnte ich sie im Schein der sinkenden Sonne nochmal ausmachen. Überraschung: Trotz auflaufendem Wasser hat sie sich doch etliche Meter weiter hinausbewegt in Richtung Nordwest. An der Stelle muss eine ungewöhnliche Strömung gewesen sein … Ich wünsche ihr, dass sie es schafft, eine lange Reise anzutreten.

Danach habe ich eine Zeitlang das Spiel der Nordsee mit einem Baumstamm bestaunt. Der Stamm war einen guten Meter lang. Keine Ahnung, wie viel ein vollgesogenes Stück Holz dieser Art wiegt, doch ich bin sicher, dass ich es nicht heben kann. Mit welcher Leichtigkeit die Wellen damit spielten, den Stamm umspülten, auf den Strand warfen, ihn wieder zurückholten, ihn wieder aus dem Wasser spuckten … Und es waren kleine Wellen. Es lässt die Kraft nur ahnen, die dem Meer innewohnt.

Das Warten auf den Sonnenuntergang hat sich gelohnt, auch wenn die Dunstwand doch noch überraschenderweise am Horizont auftauchte. Womit die Naturelemente mal wieder zeigten, dass sie sich über alle Planungen hinwegsetzen und jederzeit für eine Überraschung gut sind.

Farewell, Buddel Nr. 151! Ich lasse mich gerne von dir überraschen, wohin deine Reise führt :-)

Fake Flaschenpost

Es hätte so schön werden können … *seufz*  Das Aussetzen einer Flaschenpost zum Sonnenuntergang …

Die Ebbe hatte vor gut 1,5 Stunden eingesetzt und ich hoffte auf eine starke Strömung, die die Buddel hinauszieht. Deswegen hatte ich auch eine schwere Flasche gewählt, weil der Wind zwar aus günstiger Nordost-Richtung kam, aber nur mit schwachen 2 bft so vor sich hin säuselte.

Was draußen auf dem Atlantik sicher völlig anders war, denn so ruhig wie die Nordsee auf den ersten Blick schien, war sie eben nicht. Der Atlantik schickte Dünungswellen … *grmpf* Erstmal eine Sandbank finden, auf die ich halbwegs trockenen Fußes gelangen könnte. Irgendwann hatte ich eine Stelle gefunden, an der der umspülende Priel nicht ganz so breit war, so dass ich hinüberspringen konnte.

Hündin Alina blieb lieber am Strand und vergnügte sich mit ihrem Hundespielzeug – bloß nicht durch das Wasser laufen. Also bin ich auf die Sandbank gehüpft und habe schnell die Buddel in die Fluten geworfen.

In der nächsten Sekunde stand Alina völlig aufgeregt neben mir und zuppelte an mir herum … “Frauchen, hilf!” Ich ahnte schon, was passiert war – ich kann sie keine 2 Sekunden aus den Augen lassen. Als der liebe Gott die Intelligenz verteilt hat, hat sie bestimmt gefragt: “Ist das ein Leckerchen? Nein? Dann will ich es nicht.” Mit anderen Worten: Sie ist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Was ja nicht soooooo dramatisch ist, wenn sie wenigstens lernfähig wäre. Aber da ist sie völlig resistent und macht immer wieder dieselben Fehler.

In diesem Fall: Sie saß auf dem Strand und daddelte mit ihrem Wurfspielzeug (Kautschuk, schwimmfähig!) herum. Und hat es dann in den Priel plumpsen lassen, wo ihn die überaus schnelle Strömung sofort mitgerissen und in die Brandung gespült hat. Anstatt sofort hinterher zu sprinten und das Teil zu retten, hat sie wahrscheinlich fasziniert und überrascht zugeschaut. Und als es weg war, ganz schnell zu Frauchen rennen … Frauchen hilft immer. Von wegen der fehlenden Lernfähigkeit: Sie probiert solche Sachen auch öfter mit Bällen an Flüssen und Kanälen aus … wenn ich sie nicht vorher stoppe. Und dieses Mal war ich mit meiner Buddel beschäftigt und hatte sie einfach nicht im Auge.

Wir sind noch über eine Stunde auf der Sandbank und durch die Priele gelatscht (teilweise knietief) – da war ihr das Wasser plötzlich egal, schließlich ging es um ihr Lieblingsspielzeug. Doch die Nordsee hat es nicht mehr rausgerückt. Es dümpelt jetzt als Fake Flaschenpost im Meer. Hingegen meine Buddel: Viel zu schwer, sie kam nicht aus der Brandungszone raus und ich habe sie etliche Male hineingeworfen. Zum Schluss habe ich sie wieder eingepackt, es sollte heute nicht sein.

Wie gehabt

der Strand ist hier sehr sauber und Fundstücke von Meerglas sind rar. Und dazu in den meisten Fällen auch noch viel zu junge und scharfkantige Scherben, wie der Flaschenboden. Fällt eher unter Müll. Meine bisherige Ausbeute:

Das Stück Flaschenhals lasse ich gerade noch so durchgehen, weil der obere Rand ein wenig satiniert ist.

Der perfekte Tag

um ihn ausgiebig zu genießen … Sonnenschein und frische Temperaturen laden zu langen Spaziergängen ein. Die Mittagspause genutzt, um eine Flaschenpost zu basteln. Lange überlegt, welche Art Flasche zum Einsatz kommt. Eine leichte, die auf der Wasseroberfläche schwimmt? Hmm … der Wind soll zum Nachmittag weiter abflauen. Eine schwere Buddel mit Tiefgang, um die Wasserströmung als Antrieb zu nutzen?

Letztlich habe ich mich doch für ein leichtes Exemplar entschieden. Hier ist also Buddel Nr. 150 – zusammen mit einem anderen Wurfgeschoss …

Hübsch sieht sie aus … ist ja auch eine besondere Ausgabe, diese Buddel Nr. 150. Rechts liegt sie auf dem fossilen Holzgemisch am Strand – eine Fundgrube für Bernstein mit ganz viel Glück.

Nach dem Fotoshooting erstmal eine begehbare Sandbank finden, die nicht von einem Priel umspült ist. Und der Blick auf die Nordsee lässt mich schon ahnen, dass es heute ganz und gar nicht zu einem perfekten Abwurf kommt …

Also langsam weitergehen und beobachten … Dünungswellen, völlig unberechenbar. Mittlerweile bin ich auf einer Sandbank und gucke, und zähle, und gucke, und zähle  … und seufze … Und stelle mir die Frage: Wie definiert man Brandungszone?

Vom Standpunkt auf der Sandbank müsste ich mindestens 40 Meter weit werfen, damit überhaupt der Hauch einer Chance besteht, dass die Buddel hinausdriftet. Unmöglich. Mittlerweile wünsche ich mir ein Wurfseil an der Flasche … und muss höllisch aufpassen, dass ich nicht aus Versehen das Hundespielzeug in die Fluten werfe – mein Hund würde es mir nie verzeihen.

Also warten, bis scheinbar eine ruhigere Lage ist und nur kleine Wellen heranrollen. Der Wind ist mittlerweile auch nur noch ein laues Lüftchen *grrrr* Werfen (ca. 10 Meter). Gucken … zweimal kommt sie drüber, die dritte Welle verschluckt sie im Schleudergang, die vierte Welle spuckt sie am Strand aus. Warten, beobachten, werfen … Das Spiel wiederholt sich etliche Male. Ich habe nicht mitgezählt.

Irgendwann hatte ich die Faxen dicke. Ein allerletztes Mal – man muss auch mal loslassen können. Sollte sie wieder am Strand liegen, dann ist es eben so und es war eine kurze Reise. Doch Hund und ich haben noch andere Dinge vor und wollen weiter spazierengehen. Werfen, umdrehen und gehen. Punkt. Basta.

Auf dem Rückweg viel später habe ich natürlich nochmal Ausschau gehalten. Konnte sie aber nirgends entdecken. Vielleicht hat es ja doch geklappt?!?? Loslassen –  eine gute Reise und einen glücklichen Finder wünschen.

Die Dünungswellen blieben unberechenbar. So manches Mal tauchte ein Brecher völlig aus dem Nichts auf … und das bei Ebbe. Vielleicht ist die Buddel auch schon den Fischern ins Netz gegangen?!

Der perfekte Tag … nur nicht zum Aussetzen einer Flaschenpost. Auch wenn es nach Plan, Wind und Strömungsbedingungen perfekt aussah. Rechne mit allem, vor allen Dingen mit der Nordsee, die ihre eigenen Spielregeln hat.

Dafür hat uns noch ein toller Sonnenuntergang den Tagesabschluss versüßt. Fast perfekt. Perfekt wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein ;-)