Was tun?!

… wenn keine Vaseline zur Hand ist, um die Schraubverschlüsse einzufetten? Der Tipp mit der Vaseline stammt natürlich von Peter, der einen ausführlichen Beitrag dazu geschrieben hat, wie man eine Flaschenpost richtig gestaltet:

Die Kunst, eine Flaschenpost zu gestalten

Statt Vaseline … der erste Gedanke war “Butter”, doch nachdem ich einen Lippenpflegestift in meinem Kulturbeutel gefunden hatte, verwarf ich diesen Gedanken ganz schnell. Diese Stifte enthalten gehärtetes Fett, das ist zum Einreiben der Schraubverschlüsse wesentlich besser. Alternativ hätte ich vielleicht noch nach dem Haarwachs gegriffen … ;-)

Sie sind also fertig, die Buddeln:

In die hellen Flaschen habe ich ein grünes Meerglas gegeben, in die grünen Flaschen ein weißes. Morgen gehen sie auf die Reise – allerdings nicht alle vom selben Standort. Und genau da liegt mein Fehler: Ich weiß nicht mehr, welche Nummer in welcher Flasche enthalten ist.

Das wäre nämlich für später interessant, falls sie wirklich gefunden werden. Dann könnte ich ein bisschen nachverfolgen, wie weit sie wirklich gekommen sind. Shit happens … Was aber meiner Freude, morgen meine ersten Flaschenposten auszusetzen, überhaupt keinen Abbruch tut  ;-)

Mist!

Unter Zeitdruck passieren Fehler … für Flaschenposten muss man sich einfach Zeit und Ruhe nehmen. Genau die habe ich nicht gehabt, deswegen haben sich bei den ersten Exemplaren Fehler eingeschlichen. Davon später mehr.

Genau dieser Zeitdruck hat mich bisher immer davon abgehalten, überhaupt eine Flaschenpost zu erstellen. Obwohl ich schon lange damit geliebäugelt habe. Doch ich wollte etwas Schönes basteln, etwas mit Herzblut und Charme. Dafür brauche ich einfach Ruhe, damit ich mich ganz und gar darauf einlassen kann.

Da es mit meinem Urlaub hier in Dänemark nun ein relativ abruptes Ende findet, musste ich die Serie der Flaschenposten sehr schnell basteln. Und nun, wo sie fertig sind … ach menno!

Gut, aus Fehlern lernt man wahrscheinlich am besten ;-)

Lucky me!

Das ist der gestrige Fund meines langen Morgenspaziergangs am Strand:

Ich bin wirklich ein Glückspilz. So viel habe ich noch nicht mal zusammengenommen an all den vorigen 8 Tagen gefunden. Besonders freut mich der Fund eines Stück Flaschenhalses und die hellblaue Scherbe.

Alles im Eimer

zum Einweichen der Etiketten, bevor das Abkratzen derselben losgeht. Krabbenpulen kann nicht schwieriger sein. Habe das zwar noch nie gemacht, doch ich fluche hier über den hartnäckigen Klebstoff. Millimeterweise mit dem Klingenrücken eines Kartoffelmessers schabe ich den Kleber runter. Das Papier der Etiketten war ein Kinderspiel.

Die ersten 3 Flaschen stehen kopfüber zum Austrocknen. Tja, ich muss gestehen, dass ich den Inhalt der Flaschen weggeschüttet habe. Frevel! Einmal Sodbrennen war wieder genug …

Demnächst mache ich es anders: Am Kauf schöner Flaschen soll es nicht scheitern und ich werde damit anderen Menschen eine Freude machen. Mit dem Inhalt. Werde treuherzig hinzufügen, dass auf den Flaschen Genusspfand drauf ist … Wiedersehen macht Freu(n)de!  :-)

Flaschenpost und Meerglas kombiniert

Warum ich beide Themen in diesem Blog unterbringe? Warum nicht separat für jedes ein eigenes Blog? Der Artikel von Peter hat mich dazu bewogen:

Seeglas: Das Schicksal gescheiterter Flaschenposten

Für mich gehören beide Themen unmittelbar zusammen. Ich kann nicht erwarten, dass alle meine Flaschenposten gefunden werden. Und wenn sie zerschellen, liefern die Scherben nach einiger Zeit zumindest das begehrte Meerglas für Sammler ;-) Diese Idee gefällt mir – so kann aus einer verhinderten Flaschenpost ein Scherbenhaufen voller Glücksbringer werden!

Die Suche nach Meerglas

war heute deutlich erschwert … Gestern Nacht tobte ein heftiger Sturm, der nicht nur die Nordsee schäumen ließ, sondern auch viel an der Dünenkette abgetragen hat. Der Schaum hat bis zum Dünenrand alles bedeckt und hinterließ eine schmierige braune Pampe, in der gerade mal größere Steine ansatzweise zu erkennen waren.

Ich werde zum Weintrinker

… obwohl ich Wein nicht mag, weil er mir Sodbrennen verursacht. Aber was tut man nicht alles für eine Idee, die einen beflügelt? Zum Glück ist das nur eine kurzfristige Episode für die nächsten Tage. Langfristig gesehen habe ich da andere Lösungsmöglichkeiten im Sinn, um an leere Flaschen zu kommen.

Ich brauche für meine Idee kleine Glasflaschen, Inhalt 25 cl. Tja, da wurde ich im Supermarkt im Weinregal fündig. 6 Flaschen wanderten in den Einkaufswagen. 2x Weißwein, 2x Rosé, 2x Rotwein, Preisklasse günstig.

Und zugegeben, so schlecht schmeckt der Wein gar nicht mal. Die erste geleerte Flasche habe ich eben in einen gefüllten Wassereimer gestellt. Die anderen werden in den nächsten Tagen folgen.

Inspirationen

Es gibt so viele wundervolle Menschen rund um die Themen “Flaschenpost” und “Meerglas”, die mich inspiriert haben. Mein Dank gilt Peter von den Flaschenposten, Ann-Christin mit ihrem Buch und ihrer Website Meerglas und nicht zuletzt Hilke mit ihren wundervollen Kunstobjekten zum Flaschenpost Projekt.

November 2015 an der dänischen Nordseeküste: Ich sammle fleißig Meerglas, das Glück ist mir hold. So gerne würde ich mal eine Flaschenpost am Strand finden, das wünsche ich mir seit Jahrzehnten. Da ist mir das Glück überhaupt nicht hold. Der Gedanke an Hilke, die sagt, dass es nicht darauf ankommt, wie weit ihre Flaschenpost kommt. Hauptsache, sie hat damit dem Finder Glück und Freude gebracht.

Genau. Darum geht es doch: Dem Finder Freude bereiten. Und vielleicht noch einen kleinen Glücksbringer dazu packen? Ja, das mache ich! Eine Idee ist geboren und will umgesetzt werden.

Der Name des Projekts: Bottled Fortune. Ja, ist in Englisch, weil “abgefülltes Glück” irgendwie seltsam klingt. Und andere eingängige Wunschnamen waren schon besetzt. Mir gefällt “Bottled Fortune”. Die Glücksbringer werden variieren, je nachdem was gerade verfügbar ist. Und die Flaschen werden nicht immer am/im Meer ausgesetzt, es dürfen auch Flüsse sein, die die Glückspost mit auf die Reise nehmen.