Alles im Eimer

zum Einweichen der Etiketten, bevor das Abkratzen derselben losgeht. Krabbenpulen kann nicht schwieriger sein. Habe das zwar noch nie gemacht, doch ich fluche hier über den hartnäckigen Klebstoff. Millimeterweise mit dem Klingenrücken eines Kartoffelmessers schabe ich den Kleber runter. Das Papier der Etiketten war ein Kinderspiel.

Die ersten 3 Flaschen stehen kopfüber zum Austrocknen. Tja, ich muss gestehen, dass ich den Inhalt der Flaschen weggeschüttet habe. Frevel! Einmal Sodbrennen war wieder genug …

Demnächst mache ich es anders: Am Kauf schöner Flaschen soll es nicht scheitern und ich werde damit anderen Menschen eine Freude machen. Mit dem Inhalt. Werde treuherzig hinzufügen, dass auf den Flaschen Genusspfand drauf ist … Wiedersehen macht Freu(n)de!  :-)

Flaschenpost und Meerglas kombiniert

Warum ich beide Themen in diesem Blog unterbringe? Warum nicht separat für jedes ein eigenes Blog? Der Artikel von Peter hat mich dazu bewogen:

Seeglas: Das Schicksal gescheiterter Flaschenposten

Für mich gehören beide Themen unmittelbar zusammen. Ich kann nicht erwarten, dass alle meine Flaschenposten gefunden werden. Und wenn sie zerschellen, liefern die Scherben nach einiger Zeit zumindest das begehrte Meerglas für Sammler ;-) Diese Idee gefällt mir – so kann aus einer verhinderten Flaschenpost ein Scherbenhaufen voller Glücksbringer werden!

Die Suche nach Meerglas

war heute deutlich erschwert … Gestern Nacht tobte ein heftiger Sturm, der nicht nur die Nordsee schäumen ließ, sondern auch viel an der Dünenkette abgetragen hat. Der Schaum hat bis zum Dünenrand alles bedeckt und hinterließ eine schmierige braune Pampe, in der gerade mal größere Steine ansatzweise zu erkennen waren.

Ich werde zum Weintrinker

… obwohl ich Wein nicht mag, weil er mir Sodbrennen verursacht. Aber was tut man nicht alles für eine Idee, die einen beflügelt? Zum Glück ist das nur eine kurzfristige Episode für die nächsten Tage. Langfristig gesehen habe ich da andere Lösungsmöglichkeiten im Sinn, um an leere Flaschen zu kommen.

Ich brauche für meine Idee kleine Glasflaschen, Inhalt 25 cl. Tja, da wurde ich im Supermarkt im Weinregal fündig. 6 Flaschen wanderten in den Einkaufswagen. 2x Weißwein, 2x Rosé, 2x Rotwein, Preisklasse günstig.

Und zugegeben, so schlecht schmeckt der Wein gar nicht mal. Die erste geleerte Flasche habe ich eben in einen gefüllten Wassereimer gestellt. Die anderen werden in den nächsten Tagen folgen.

Inspirationen

Es gibt so viele wundervolle Menschen rund um die Themen “Flaschenpost” und “Meerglas”, die mich inspiriert haben. Mein Dank gilt Peter von den Flaschenposten, Ann-Christin mit ihrem Buch und ihrer Website Meerglas und nicht zuletzt Hilke mit ihren wundervollen Kunstobjekten zum Flaschenpost Projekt.

November 2015 an der dänischen Nordseeküste: Ich sammle fleißig Meerglas, das Glück ist mir hold. So gerne würde ich mal eine Flaschenpost am Strand finden, das wünsche ich mir seit Jahrzehnten. Da ist mir das Glück überhaupt nicht hold. Der Gedanke an Hilke, die sagt, dass es nicht darauf ankommt, wie weit ihre Flaschenpost kommt. Hauptsache, sie hat damit dem Finder Glück und Freude gebracht.

Genau. Darum geht es doch: Dem Finder Freude bereiten. Und vielleicht noch einen kleinen Glücksbringer dazu packen? Ja, das mache ich! Eine Idee ist geboren und will umgesetzt werden.

Der Name des Projekts: Bottled Fortune. Ja, ist in Englisch, weil “abgefülltes Glück” irgendwie seltsam klingt. Und andere eingängige Wunschnamen waren schon besetzt. Mir gefällt “Bottled Fortune”. Die Glücksbringer werden variieren, je nachdem was gerade verfügbar ist. Und die Flaschen werden nicht immer am/im Meer ausgesetzt, es dürfen auch Flüsse sein, die die Glückspost mit auf die Reise nehmen.